Die Grabstätte des ‟Pla de les Gates”

(4.700 bis 3.400 v.Chr. – Mittelneolitikum/ Jungsteinzeit)

Ein neolitisches Grab aus der Anfangszeit der Empordà Menhire. Es bestand ursprünglich aus einer kurzen, rechteckigen Kammer mit nord-östlicher Ausrichtung, welche sich in einen, aus der Wand herrausragenden, Schiefervorsprung schmiegte. Nur eine der Seitenplatten, die die Kammer begrenzten, ist erhalten geblieben. Eine der grossen Platten ist verloren gegangen, und die Grabstätte ist in den grossen Hügel, der sie einst umgab, aufgegangen.

Die Grabstätte wurde im Jahre 1986 durch Archäologen, die benachtbarte Gräber zeichneten, entdeckt. Im Folgejahr wurde sie komplett ausgegraben, ohne dass dabei weitere Funde entdeckt wurden. Dessen ungeachtet, wurde im Hügel ein tief vergrabener Grossstein entdeckt, den man als Wachstein interpretierte, der wahrscheinlich die Grabstätte markierte. Eine Polenanalyse ergab, dass vorgeschichtlich in dieser Zone Sträucher, Eichen und Korkeichen wuchsen.

Diese Grabstätte ist Teil des als Totenstadt von Montjois bezeichneten Bereiches, ein Gebiet primitiver Grabstätten, welche auf den Berghängen in einem Umreis von 1,5km zu finden sind. Die Gemeinden lebten vermutlich in den fruchtbaren Tälern der Umgebung und die Gräber wurden am Rande des Gemeindegebietes, in den für die Landwirtschaft weniger geeigneten Bereichen, errichtet.